Albert und der Geist des Abenteuers

 

 

 

Es war einmal … ein kleiner Junge namens Albert, der lebte in einer großen Stadt. Doch am liebsten verbrachte Albert seine Zeit bei Oma und Opa auf dem Land.

 

 

 

Und das hatte auch einen guten Grund: Denn die Naturverbundenheit wurde dem Buben einst schon bei seiner Geburt in die Wiege gelegt. Ihr müsst wissen, wenn ein Kind geboren wird, dann kommen die guten Geister geflogen um es mit guten Wünschen und besonderen Gaben zu begrüßen. Und Albert bekam von so einem guten Geist die Liebe zur Natur – und damit verbunden die Abenteuerlust – geschenkt, die ihn Zeit seines Lebens begleiten sollten.

 

 

 

Der gute Geist sprach: „Mein liebes Albert-Kind, du sollst dich frei fühlen, wenn du in der Natur bist und du sollst keine Angst haben! Dein Leben soll ein Abenteuer sein und du wirst dieses Abenteuer an viele Menschen weiter geben! So sei es!“

 

 

 

Man könnte denken, dass die Naturverbundenheit allen Menschenkindern angeboren sei, doch das hatte sich mit der Zeit leider etwas verändert. So viele Menschen leben heute in großen Städten und haben ganz auf die Natur vergessen. Sie sitzen den ganzen Tag in kleinen Kästchen namens Büros und manchmal können sie nicht einmal den Himmel sehen, weil die Häuser so dicht nebeneinander gebaut sind. Der Abstand zur Natur wurde mit der Zeit immer größer und so war es notwendig, dass es jemanden wie Albert gab, dem die Natur so richtig ans Herz gewachsen war. 

 

 

 

So machte sich Albert also auf seinen Erdenweg und versuchte sich nach der Schule in verschiedenen Berufen. Als aufgeschlossener und geschickter Mensch fiel es ihm stets leicht, sich auf neue Tätigkeiten einzustellen und so konnte er viele Erfahrungen sammeln.

 

 

 

Er erlernte das Bäckerhandwerk, verbrachte viele Jahre als Hefemeister und wechselte dann in die Pharmaindustrie. Alle diese beruflichen Stationen machten Albert aber nicht wirklich glücklich.

 

 

 

So beschloss er eines Tages – nicht etwa auszusteigen – sondern einzusteigen – in ein Leben ohne Vorschriften von Vorgesetzten und ohne Arbeitgeber. Er machte einfach das, was er am liebsten tat: Albert folgte seinem Herzen, denn er wollte immer schon in der freien Natur sein – ganz egal bei welchem Wetter!

 

 

 

So ist das nun einmal, wenn man von einem guten Geist mit guten Wünschen bedacht wird, irgendwann gehen sie in Erfüllung!

 

 

 

Und so erfüllte sich Albert seinen Traum und wurde das, was er im Herzen immer schon war – ein Naturmensch und Abenteurer mit Leib und Seele, der seine Erfahrungen auch an andere weitergeben konnte und so seine Leidenschaft zum Beruf machte.

 

 

 

Mit ganz individuellen Survival- und Bootstouren brachte Albert die Menschen, die zu ihm kamen die Natur wieder ein Stück näher. Denn die Liebe zur Natur und damit verbunden die Abenteuerlust ist in jedem von uns immer noch vorhanden!

 

 

 

Sportlich war Albert schon immer gewesen – und ganz wichtige Outdoor-Erfahrungen hatte ihm einst sein damaliger guter Geist auf Erden – der Opa vermittelt. Der Großvater lehrte den Enkel viele Dinge, die wichtig waren, wenn man in der Wildnis unterwegs ist: Wie man Wild beobachtet, ohne es zu verscheuchen, wie man ein kleines Lagerfeuer macht, welche Früchte und Beeren essbar sind, wie man anhand der Bäume die Himmelsrichtung bestimmen kann und vieles mehr.

 

 

 

Der Großvater wusste aber auch viele Geschichten zu erzählen von Elfen und Feen – aber auch von Waldhexen, bösen Geistern und Gespenstern, die des Nachts die Herrscher der Wälder waren. Manchmal fürchtete sich der kleine Albert bei solchen Gespenstergeschichten und griff dann ganz schnell nach der Hand des Großvaters, die ihm stets Schutz und Sicherheit bot.

 

 

 

Durch diese positiven Kindheitserfahrungen ist es Albert heute möglich, Menschen die Angst vor abenteuerlichen Unternehmungen in der Natur zu nehmen und ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln, sodass die Wildnis und das damit verbundene Abenteuer positiv erlebt werden können.

 

Durch die unterschiedlichen Erfahrungen, die Albert als „Abenteurer“ durchlebte, lernte er das Leben in seiner ganzen Vielfalt kennen. Der „Geist des Abenteuers“ begleitete ihn auf allen seinen Wegen und lehrte ihn, dass jede Situation im Leben zum Abenteuer werden kann.

 

Denn auch das ist ein Abenteuer, wenn man keine Angst mehr davor hat, was Familie, Freunde oder Nachbarn sagen könnten. Und sich seinen Alltag so zu gestalten, dass man damit glücklich und zufrieden sein kann, ist wohl das schönste und größte Lebensabenteuer, das niemals aufhört! So unterstützt Albert heute andere Menschen dabei, dass sie es sich zutrauen, ihre Träume – und damit verbunden ihr ganz persönliches Abenteuer zu verwirklichen! 

 

Albert hatte auf seinen Expeditionen lange Zeit eine treue Begleiterin an seiner Seite. Huskiehündin Dakota war bei jedem Abenteuer immer mit Freude dabei und beobachtet heute vom Hundehimmel aus, was das Herrli auf der Erde so macht.

 

Dakotas treuer Hundegeist schaut Albert freundlich dabei zu, wenn er die Zivilisation hinter sich lässt und auf sich allein gestellt in der freien Natur lebt. Mit einem Kanu, einem Schlafsack, Werkzeug zum Feuermachen, einem Messer, einem Beil und einer Kiste für Lebensmittel und Trinkwasser begibt er sich in die Wildnis und überlebt auf seine Weise.  

 

 

 

Alberts starker Willen trieb ihn immer wieder dazu an, den Menschen seine große Leidenschaft näher zu bringen, ihnen zu zeigen und zu beweisen, dass jeder in der Natur überleben kann und dass die große Angst davor nur im Kopf besteht. Dass es das Natürlichste von der Welt ist, dass wir draußen sind und dass das Selbstvertrauen dadurch enorm gestärkt wird, wenn wir uns das wieder zutrauen.

 

 

 

Die Abhängigkeit von der Zivilisation und allen ihren bequemen Vorzügen ist keine verwerfliche Sache – doch wer gelernt hat, auf sich selbst gestellt in der Natur zu überleben, dem kommen viele Probleme plötzlich gar nicht mehr so schlimm vor.

 

 

 

Und so beginnt für Albert jeden Tag ein neues Abenteuer und wer will, der kann ihn in die Wildnis begleiten um zu erkennen, wie schön und wild das Leben sein kann!

 

 

 

 

 

Autorin: Nina Stögmüller
www.diemaerchenfee.at