Ausgepowert

Ausgepowert

So, 13:00 Uhr, ab in die Donau-Auen! Dort angekommen erwartet mich drückende Hitze. Ich zieh mich um und denke mir: „Hochwasser ...“ Bevor ich zu meinem Einstiegspunkt ins Wasser gelangte, musste ich eine Stunde stromaufwärts gehen durch kleine Pfade und manchmal durch Schilf und durch hüfthohes Wasser. Endlich an der Einstiegstelle angekommen sehe ich kein Hochwasser. Schade, aber das Wasser war eiskalt und glasklar. Die Sonne stand sehr hoch und kannte kein Erbarmen mit mir, immer wieder musste ich durch hüfthohes Wasser waten, das sehr kalt war. Der Nebenarm wurde breiter und man sah sehr gut, wie hoch das Wasser bei Hochwasser vor ein paar Tagen stand. Ich schätze, dass ich schon so zwei Stunden unterwegs war. Ich musste eine Pause einlegen und raus aus dem saukalten Wasser. Ich spürte schon wieder meine Füße nicht mehr. Wie soll ich das beschreiben, wenn man aus dem Wasser kommt? Man hat gar kein richtiges Gefühl in den Füßen und bewegt sich schwankend. Aufgewärmt habe ich mich auf einem Baumstamm und danach begab ich mich wieder ins Wasser und verharrte ganz ruhig und still um Fische zu beobachten. Dann kam ich an die Stelle wo der 20 bis 30 Meter breite Schlamm entlang des Ufers sein sollte, aber er war weg!

Das Hochwasser hatte alles weggeschwemmt und es lagen nur sehr viele Bäume herum, halb im Wasser und halb am Ufer. Meine Kräfte ließen durch das Schwimmen und Über-die-Bäume-Klettern schon ein bisschen nach und das kalte Wasser gab mir noch den Rest. Aber ich hatte noch ein schönes Stück zu schwimmen um wieder nachhause zu kommen. Abenteuerlich war es auf jeden Fall...